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Offizielle Internetpräsenz der Autorin Inge Buck.

Hier erfahren Sie regelmäßig Aktuelles über Lesungen und Veranstaltungen sowie Presseartikel, Interviews und Neuerscheinungen.

Immer noch

 

immer noch

die flachen Wiesen

die gradlinigen Wassergräben

die gleichförmigen Baumreihen

am Horizont

Immer noch

fahre ich

durch diese Landschaft

Die ungeliebte

Und geliebte

Ohne Beschwichtigung

Ohne Versprechen

Ohne Schönheit

Maßlos

die Wolkenbilder

darüber

 

(Aus: "Orte . Blicke." Bremen 2003)



Lesung "Rose aus dem Nichts" (21.05.26)

Donnerstag, 21.05. 2026, 19 Uhr, Diwan Verein im Sujet Verlag Bremen, Bornstraße 18



Die Sprache der Liebe ist universell, kommt ohne Worte aus und ringt um sie. Liebe ist das große Thema der Kunst und der Literatur, ist grenzenlos verbindend, von West nach Ost, von Ost nach West. Durch viele Jahrhunderte berühren uns die Liebesgedichte der Lyriker des Ostens und Westens, sind Bekenntnis zum Leben, zur Schönheit und der Natur, verkörpern Bindung und Schmerz, Sehnsucht und Erfüllung.

In unserer Zeit, in der das Trennende und Hass sich  ausbreiten, entgegnen wir mit Empathie und Vers. Der Verein „Diwan“ blättert in einer Veranstaltung mit Musik eine Vielzahl lyrischer Facetten auf und lässt die Zuhörenden in den Zauber der Liebeslyrik eintauchen.

Gelesen werden zeitlose Texte der großen persischen Dichter des Mittelalters (Rumi, Hafez), zeitgenössische Dichterinnen wie Ingeborg Bachmann oder Forugh Farroksad, jedoch auch andere, ergänzt durch Gedichte zweier Bremer Literaten aus dem Diwan Verein, Inge Buck und Gunther Gerlach so wie Cornelius Kopf Finke und Johannes Feest.

 

Musikalische Begleitung: Reza Zalpour, Ney Flöte und Setar

 

Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr

Sujet Verlag Bremen, Bornstrasse 18

 


Aktuelle Neuerscheinung:

"DAS GEHEIMNIS DER TAUBE"


 

Lyrik, 1. Auflage 2025

Sujet Verlag, ISBN: 978-3-96202-151-1-3

99 Seiten, 17,80€

 

In dem neuen Lyrikband von Inge Buck stehen die Gedichte in einem Spannungsfeld zwischen der Poesie des Alltäglichen und der Allgegenwärtigkeit der Kriege. Selbst der Maulwurf unter der Erde meidet die Menschen und ihre Kriege.

Es bleibt das Geheimnis der Taube, ob sie einen Zweig trug vom Ölbaum oder von der sterbenden Weide.

 

Mit Zeichnungen von Gunther Gerlach

 

Inge Buck verbindet in ihrem neuen Lyrik-Band persönliche Erfahrungen mit überpersönlichen, gesellschaftlich bedeutsamen, und zeitbewußte aktuelle Wahrnehmungen mit längst vergangenen, die in einprägsamen mythischen Sinnbildern zum Ausdruck gelangen.

 

Gert Sautermeister

 

 


Das Geheimnis der Taube

  

Trug sie einen Zweig

vom Ölbaum

oder von der sterbenden Weide

vom blühenden Zitronenbaum

oder vom Jasminstrauch

 

War es eine Legende

dass sie den Zweig trug

von Osten nach Westen

über das Zweistromland

übers Tote Meer

 

Wer weiß

dass es eine Taube war

und nicht der Vogel  Greif

der Kriegsvogel

mit dem gekrümmten Schnabel

 

Wer sah die Taube

über dem Schlachtfeld

als sie unbeirrt

 den Ölzweig trug

in ihrem blutigen Schnabel

Wer sah das Wolkenbild

 

 in der Pfütze

 

Die Schönheit

der regennassen Straße

 

Das Abendlicht

zwischen den Bäumen

 

 Die Leichtigkeit

des Staubs

Auch ein Poet

  

Nie mehr

habe ich den Maulwurf gesehen

in seinen dunklen Gängen

 

Er meidet

die Menschen

und ihre Kriege

 

Im blauschwarzen Fell

schaufelt er sich frei

unter der Erde

 

Unbeirrt

baut er seine Welt

mit blinden Auge

Die Schlange

 

Die Schlange

mit den zwölf Köpfen

die falschen Rat

einflüstert

 

Die Schlange

die sich häutet

die mit dem Feind

liebäugelt

 

Die Schlange

die in dein Herz kriecht

 deine Gedärme

zerfrisst

 

Die Schlange

die vor deiner Tür liegt

die Frieden verspricht

und Krieg führt




Filmisches Portrait über Inge Buck

Veranstaltung "Galgamesch - Lyrische Bruchstücke"


Die Autorin Inge Buck auf ihrer Terrasse, Winter 2024. Foto: Daniel Zaidan (www.dezettimage.com)

Inge Bucks Geburtstag Inselraum, Tabakquartier

Im Schreibgespräch mit Katrin Kramer